Eimsbütteler Turnverband e. V.
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Geschichte
Von den Anfängen bis heute

Wieder nach oben und in die Breite

Der Wiederaufbau nach dem Weltkrieg prägte den ebenso wie das gesamte Land. Das Turnhallengebäude war bei zwei Angriffen schwer beschädigt worden und am Sportzentrum Hoheluft standen nur noch vereinzelte Mauern. 1948 übernahm Robert Finn die Leitung des Vereins. Es gelang ihm recht schnell, die Schäden beseitigen zu lassen und die Anlagen zu erweitern und zu modernisieren. Finn war bereits während der gesamten NS-Zeit Stellvertreter des Vereinsführers gewesen. Finn war Mitglied der NSDAP gewesen, die englische Besatzungsmacht verwehrte ihm zweimal die Entnazifizierung. Erst die deutschen Behörden entnazifizierten Finn 1947. Als diese Zusammenhänge 2007 bekannt wurden, wurde die “Robert-Finn-Halle“, wie die Große Halle des ETV seit 1977 hieß, wieder in „Große Halle“ umbenannt.
Auch die Fußballplätze, die bis dahin nach Julius Sparbier benannt waren, und der Softballplatz, der den Namen von August Bosse trug (Sparbier war deutschnational, Bosse Mitglied der NSDAP gewesen), heißen seit 2010 „Fußballplätze Bundesstraße“ und „Softballplatz Hohe Weide“.

Julius Lüdemann engagierte sich in den 1960er Jahren erfolgreich für die Turnabteilung, die mit den Kunstturnerinnen in den folgenden Jahrzehnten Meistertitel scheffelte. Ab 1980 stiegen die Mitgliedszahlen der Turn- und Gymnastikabteilung überproportional an. Breitensport war und ist gefragt. Wer fit im Alltag sein will, muss sich bewegen – unter qualifizierter Anleitung, aber ohne ausgeprägte Leistungsanforderung. Diesen Wünschen entsprechend gestaltete der ETV fortan eine große Vielfalt von Sportangeboten. Ob Eltern-Kind-Turnen, Rehabilitationssport, Power-Yoga oder Skigymnastik. Das Sportprogramm spiegelt die moderne Gesellschaft.

Alle Abteilungen, die vor dem Krieg gegründet wurden, konnten ihre Erfolge fortsetzen und ausbauen – bis heute. Jüngere Sportarten gesellten sich zu den älteren Abteilungen – und der Verein wuchs und wuchs.
Tischtennis wurde kurz nach Kriegsende noch in Gaststätten gespielt: mit Sperrholz- oder Korkschlägern auf einer selbstgebauten Platte mit wackeligem Gestell. Seit 1946 ist Tischtennis eine Abteilung im ETV. Jahr für Jahr stieg die Herrenmannschaft des ETV auf. Auch die Damen zogen in den sechziger Jahren nach. Heute hat der Name des ETV im Tischtennis einen guten Klang!

Da Madame Céronne im 17. Jahrhundert eine bekannte Pariser Tanzlehrerin war, bekam die neue Tanzsportabteilung der Tanzschule Heinrici 1947 kurzerhand den Namen „Club Céronne“. 1968 schloss sich dieser Club dem ETV an. Die Erfolsserien, die zahlreiche Paare hier vor und nach der ETV-Zeit hinlegten, sind beispiellos.

Badminton kam 1959 dazu und kurze Zeit später wurde mit zahlreichen Hamburger Meistertiteln die Ära Badminton eingeleitet. Seitdem ist die Abteilung mächtig gewachsen und auch Nichtmitglieder können heute Hallenplätze mieten.

Die Karateabteilung beim ETV war 1965 die erste im Hamburger Stadtbereich. Von den Älteren bis zum Nachwuchs können alle Karateka große Erfolge vorweisen.

Die Judoka mussten sich 1969 noch mit einem Plätzchen in der Großen Halle begnügen, bevor sie eigene Dojos bekamen. Heute ist die Judo-Abteilung des ETV die stärkste Gruppe im Hamburger Judo-Verband und besonders die weiblichen Judoka sind absolute Spitze.

1971 beschloss der ETV, dass das ostasiatische Ballspiel Volleyball auf Freizeitfahrten so viel Spaß machte, dass eine eigene Abteilung angebracht schien. Nach den olympischen Spielen 1972 in München wurde Volleyball so richtig populär, was beim ETV für Zuwachs sorgte.
Baseball ist erst seit 1988 im Verein, Softball kam noch dazu und in beiden Sportarten regnet es Titel. Die Softball-Damen wurden sogar Deutsche Meister. In den 90er Jahren wurde eine Unihockey-Abteilung gegründet, die heute, als Floorball-Abteilung, zwei von vier Bundesliga-Mannschaften des ETV stellt.

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