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Basketball Regionalliga Männer
26. März 2019

85:87 gegen Tabellenführer – ETV-Basketballer hauchdünn am großen Coup vorbei

Krimi an der Hohen Weide: Die Regionalliga-Basketballer des Eimsbütteler TV verpassen im letzten Heimspiel beim 85:87 (52:45) gegen Tabellenführer Eintracht Stahnsdorf knapp eine Überraschung. Der Klassenerhalt kann nun an den verbleibenden zwei Spieltagen nachgeholt werden.

Wenn ein Aufsteiger im Basketball von etwas träumt, dann vermutlich davon: Sieg über den Tabellenführer, Klassenerhalt fast perfekt und – hoch die Tassen! – eine amtliche Jubelorgie mit den eigenen Fans. Allein: Nicht alle Träume im Sport werden Realität. Die Korbjäger vom Eimsbütteler Turnverband waren im letzten Heimspiel der Saison 2018/2019 in der Ersten Regionalliga denkbar knapp davor: In einer hochklassigen Partie boten sie Spitzenreiter Eintracht Stahnsdorf lange Zeit Paroli – doch am Ende zerplatzte der Traum mit einer 85:87-Niederlage wie die berühmte Seifenblase.

Zu Beginn indes sah es vor rund 150 Zuschauern in der Sporthalle Hohe Weide erst mal nach einem Albtraum für die Gastgeber aus. Denn es regnete nicht Dreier, es zog eine ganze Gewitterfront vorüber. Acht Treffer (!) bei zehn Versuchen schenkten die Favoriten dem ETV im ersten Viertel von Downtown ein. Da half es nur wenig, dass Coach Sükran Gencay den Regenschirm in Form einer energischen Auszeit aufspannte und dass die Eimsbütteler selbst kräftig dagegen hielten: Denn auch Marcel Hoppe (3) und Vidmantas Uzkuraitis (2) jagten Blitze von jenseits der Dreierlinie los, doch hieß es nach zehn Minuten 24:34 aus Sicht der Hamburger.

Dann beruhigte sich zum Glück das Wetter. Ganze sechs Punkte brachten beide Teams in den ersten dreieinhalb Minuten aufs Scoreboard – allesamt von Fabian Paetsch, natürlich aus dem Dreierland. Es entwickelte sich ein hoch intensives Spiel, in dem vor allem die Gäste aus der Nähe von Berlin nicht zimperlich vorgingen. Speziell Regionalliga-Topscorer Tyseem Lyles hatte darunter zu leiden, auch Gäste-Coach Denis Toroman versuchte fleißig Einfluss auf das insgesamt sehr souveräne Schiedsrichtergespann zu nehmen. Doch weder Tyseem noch die anderen Eimsbütteler ließen sich beirren und machten unverdrossen Tempo. So hatte Vid bereits bis zur Pause 20 seiner insgesamt 30 Punkte auf seinem Konto. Marcel Hoppe tat zudem das was, er am liebsten tut: Vom Parkplatz zu treffen. Auch neun Sekunden vor der Halbzeitsirene. Fast hätte er nach einem direkt folgenden Steal noch einen Threeball nachgelegt, doch auch so ging es mit einem hoffnungsvollen 52:45-Vorsprung in die Kabinen.

Wenige Sekunden nach Beginn des dritten Viertels machte Tyseem mit einem Dreier den Vorsprung sogar zweistellig. Doch dass sich die letztjährigen Pro-B-Absteiger aus Stahndorf damit ergeben würden, war nicht zu erwarten. Im Gegenteil! Plötzlich fing es wieder an zu regnen (3 Dreier), und auch unter dem Korb hatte die lange ETV-Garde mit Vladi Migunov, Sergej Tittel und Jan Gust alle Hände voll zu tun. 3:25 Minuten vor Ende des dritten Durchgangs hatten die Gäste beim 63:63 wieder ausgeglichen, beim Stand von 71:68 ertönte die vorletzte Schlusssirene.

Im abschließenden Viertel schien es dann, als sollte der Tabellenführer dank seiner Routine zügig die Oberhand gewinnen. 76:84 hieß es drei Minuten vor Ultimo. Doch der ETV wäre nicht der ETV, wenn er jemals aufgeben würde. Dreier Tyseem, Layup Vid, Abstauber Vladi – beim 84:87 war die Verlängerung in Wurfweite. Doch dann kam der persönliche Albtraum von Enrico Riebel: 1,9 Sekunden vor Schluss stand der Flügelspieler allein und verlassen für drei Freiwürfe an der Linie – mehr Verantwortung für einen Basketballer geht nicht. Der erste fiel, der zweite nicht, auch dank unfairer Beeinflussung von der Gästebank (lautstarkes Räuspern), doch das fällige technische Foul blieb aus. Genau wie ein möglicher Foulpfiff beim verzweifelten Nachsetzen von Jan Gust. Am Ende standen die tapferen Eimsbütteler mit leeren Händen da, das Abklatschen mit den Fans war Trosttherapie statt Jubelfeier.

„Das tut wirklich weh. Wir wollten heute gegen den Tabellenführer gewinnen. Schade, dass sich die Jungs heute nicht belohnt haben“, sagte Coach Süki nach dem Spiel. Grund zum dauerhaften Trübsal blasen gibt es indes ebenso wenig wie Zeit. Denn schon am 30. März kann im Rasta Dome zu Vechta möglicherweise das perfekt gemacht werden, was nach der Hinrunde kaum jemand für möglich hielt: der Klassenerhalt für den Eimsbütteler TV in der Ersten Basketball-Regionalliga Nord.

Statistik gegen Stahnsdorf:
Punkte:
Vid 30, Tyseem 19, Marcel 16, Fabian 13
Rebounds: Vid 6, Marcel 5, Enrico, Fabian und Jan je 4
Assists: Fabian 5, Vladi 4, Tyseem 3

Ort:
Sporthalle Hohe Weide , Hohe Weide 17a, 20259 Hamburg

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