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Basketball-Regionalliga
05. November 2018

Erst Stotter-Start, dann Derby-Jubel

Die Basketballer des Eimsbütteler TV feiern im ersten Regionalliga-Derby gegen die TSG Bergedorf einen 68:52-Sieg – und das nach einem komplett verschlafenen ersten Viertel.

Was haben Fußball, Handball, Basketball oder Eishockey gemeinsam? Richtig: Derby-Siege sind am schönsten! Erst recht, wenn sie so ausfallen wie das 68:52 (28:30) der ETV-Basketballer in der Ersten Regionalliga gegen die TSG Bergedorf. Knapp 300 Zuschauer in der Sporthalle Hohe Weide, unter ihnen der ETV-Vorsitzende Frank Fechner als Dauergast, sollten am Ende – so sie es denn mit den Gastgebern hielten – ihr Kommen nicht bereut haben. Denn sie sahen einen Spielverlauf, den selbst erfahrene Basketball-Experten so selten erlebt haben.

Mit einem Totalschaden im ersten Viertel schienen sich die Eimsbütteler Aufsteiger das ganze Spiel kaputt gemacht zu haben: Es hakte hier, es knarrte dort, nur Fabian Paetsch gelang ein Korberfolg  – 2:21 (!) hieß es nach Durchgang eins. Ein echter Stotter-Start. „Die Jungs waren zu unruhig im Angriff, wollten zu viel. Doch ich bin ganz ruhig geblieben – und es hat sich gelohnt“, resümierte Coach Sükran Gencay nach der Partie. Denn dann kam die Wende: Schritt für Schritt, Korb um Korb, Rebound um Rebound kämpften sich die Eimsbütteler heran. Den Startschuss gab Stephan Klebes von der Dreierlinie – seine einzigen drei Punkte im Spiel, aber drei enorm wichtige. Die ETV-Maschine kam in Gang. So erzielte unter anderem Vid Uzkuraitis neun seiner insgesamt 22 Punkte im zweiten Viertel, vor allem aber biss die ETV-Defense den Bergedorfer Spielfaden ab. Höhepunkt: Ein Klasse-Steal von Fabian Paetsch an der Mittellinie, der zu einem unsportlichen Foul der Gäste und zwei verwandelten Freiwürfen führte ((21:30/17 Minute). Auch Steffen Kiese, Ex-Kunstschütze der Hamburg Towers, wurde auf Seiten der Bergedorfer weitgehend abgemeldet.

So war beim Stand von 28:30 längst wieder Hoffnung auf den heiß ersehnten Derby-Sieg da. Bei Bergedorf ging nix mehr, bei Eimsbüttel (fast) alles. Knapp drei magere Minuten dauerte es noch im dritten Viertel, bis dem vielleicht besten ETV-Korbjäger an diesem Tag die Führung gelang: Leonard Eckmann, der immer wieder mit beherzten Layups und unbändigem Einsatz glänzte, sorgte mit einem Dreipunktespiel für das 31:30. Kurz vor Spielende sollte es für den Ex-Wedeler bei seiner letzten Auswechslung verdiente Ovationen geben. Da war das Spiel längst entschieden. Denn nach der 48:43-Führung machte der ETV mit einem weiteren 12:2-Lauf den Deckel drauf, das Comeback der Bergedorfer (mit 3:5 Siegen in der Tabelle als 11. nur noch knapp vor dem ETV/3:6/12.) fiel an diesem Nachmittag aus.

„Unsere Jungs haben sich wohl nach dem ersten Viertel zu sicher gefühlt und sich von den jüngeren Eimsbüttelern den Schneid abkaufen lassen“, sagte nach dem Spiel einer, der es wissen muss: Boris Schmidt, Präsident des Hamburger Basketball-Verbandes und Vorsitzender der TSG Bergedorf in Personalunion. Der langjährige Bundesliga-Spitzenschiedsrichter war ohnehin voll des Lobes über die Entwicklung des ETV-Basketballs: „Es ist wirklich toll, was hier in den letzten Jahren auf die Beine gestellt wurde.“ Und noch ein anderer früherer Erstligaakteur war Zeuge des Derby-Triumphes in der pickepacke vollen Halle: Björn Meyer-Schomann (mehr als 200 Bundesligaspiele für Braunschweig, Bayreuth, Rhöndorf und die Hamburg Tigers), der jetzt in Hamburg als Anwalt arbeitet. Er wusste, wer eigentlich die Wende herbeigeführt hatte: „Ich bin erst nach dem ersten Viertel gekommen. Ist ja wohl klar, wer hier der Glücksbringer war“, meinte der 48-Jährige mit einem Augenzwinkern. (cj)

Punkte: Vidmantas Uzkuraitis (22), Tyseem Lyles (16), Leonard Eckmann (9)

Rebounds: Uzkuraitis (13), Lyles und Eckmann (je 7), Sergej Tittel (6)

Ort:
Sporthalle Hohe Weide, Hohe Weide 17a, 20259 Hamburg

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