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BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord
07. März 2021

97:107: ETV-Basketballer verlieren letztes Heimspiel ihrer ProB-Premierensaison gegen Iserlohn

Langweilig können sie einfach nicht. Die Korbjäger vom Eimsbütteler TV haben auch im letzten Heimspiel der laufenden Saison in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord noch mal ein ordentliches Spektakel abgeliefert. Corona-bedingt konnten wie gewohnt alle ETV-Fans nur per Livestream verfolgen, wie das Team von Headcoach Sükran Gencay am Sonntag, den 7. März 2021 an der Hohen Weide 97:107 (29:26; 27:24; 21:27; 20:30) gegen die Iserlohn Kangaroos unterlag.

Nachdem die Korbjäger aus dem Herzen Hamburgs das Hinspiel im Sauerland gewinnen konnten, hielten sie auch die Partie des 21. Spieltags bis kurz vor Schluss offen, hatten dann aber in einem Highscore-Thriller das schlechtere Ende für sich. Zum Ausklang der Eimsbütteler Premierensaison in der ProB warten auf den Tabellenletzten (4:16 Siege) noch am kommenden Wochenende das Auswärtsspiel bei Tabellenführer VfL SparkassenStars Bochum sowie in zwei Wochen die Nachholpartie vom 1. (!) Spieltag bei den BSW Sixers in Sandersdorf.

Gleich zu Beginn der Partie gegen Iserlohn zeigten sich die unterschiedlichen Spielanlagen beider Teams: Die Kangaroos hatten gutes Ballmovement, der ETV hatte Mubarak Salami. Zielführend war beides, erfolgreicher zunächst die Eimsbütteler One-man-Show. Nach nicht einmal fünf Minuten hatte der Eimsbütteler Shooting Guard beim Stand von 19:10 und der ersten Iserlohner Auszeit 13 Punkte auf seinem Konto. Mehr Nachhaltigkeit versprach jedoch die Kangaroos-Methode, wie sich schon bald andeuten sollte (25:24; 10. Minute). Zum Glück für den ETV bekam Salami schon bald Scorer-Unterstützung, vorrangig durch Point Guard Abdulai Abaker durch unwiderstehliche Drives zum Korb, sodass die Gastgeber mit einem Dreipunktevorsprung (29:26) in die erste kleine Pause gingen.

Aufseiten der Gäste konnte sich vor allem Tanner Graham wenig mit dem Gedanken an eine Niederlage anfreunden. Der Kanadier hatte Mitte des zweiten Viertels bereits 15 Zähler verbucht. In diesem Spielabschnitt entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der die Hamburger mit aller Macht einen knappen Vorsprung zu verteidigen suchten. An diesem Vorhaben beteiligten sich mittlerweile nahezu alle Spieler, ob von außen durch die Schützen Vidmantas Uzkuraitis, Leo Eckmann und Marcel Hoppe oder unter dem Korb durch den erneut starken Center Mayika Lungongo. Vor allem Hoppe hatte sein so lange vermisstes „Händchen“ von Downtown wiedergefunden, der Forward steuerte 13 Punkte zur 56:50-Halbzeitführung der Gastgeber bei. Bei Iserlohn waren dagegen Licht und Schatten bis zum Seitenwechsel in den schönsten Ausprägungen zu sehen: auf der einen Seite mit 10/19 (53 Prozent) eine exzellente Quote aus dem Dreierland (Moritz Hübner bis dato mit 4/4 unfehlbar), auf der anderen Seite inakzeptable 15 Turnover.

Den dritten Durchgang eröffneten die Gäste – wie sollte es anders sein – mit einem Dreier, diesmal von Toni Prostran. Der ETV zeigte sich unbeeindruckt, antwortete mit einem Fünf-Punkte-Angriff (Hoppe-Dreier plus Layup von Vladi Migunov nach vorherigem Kangaroos-Foul). Doch die Kangaroos trafen weiter beeindruckend gut von außen, vor allem in Person von Joshua Dahmen (4/6 Dreier), und fanden auch immer häufiger Center Alexander Möller am Brett. Der Lohn: erst der 63:63-Ausgleich, dann sogar die 74:73-Führung (28.). Dass es nicht noch schlimmer kam, hatten die Eimsbütteler vor allem Scharfschütze Hoppe zu verdanken, der weiter on fire blieb und bis zum Ende des dritten Viertels bereits 26 Punkte gesammelt hatte. Beim Stand von 77:77 war alles bereitet für einen finalen Showdown.

Und das letzte Viertel begann, wie es besser nicht hätte beginnen können für den ETV: Erst verwandelte Migunov ein Klasse-Zuspiel von Salami, dann veredelte Uzkurairis einen eigenen Steal mit einem Dunk. Aufregung gab’s dann, als sich die Unparteiischen nach einem Beinstellen von Ruben Dahmen gegen Abaker bei der Wahl zwischen disqualifiziertendem und unsportlichem Foul für die gnädigere Variante entschieden, der Iserlohner durfte weiter mitmischen. Und die Partie blieb spannend, zudem auf einem spielerisch hohen Niveau. Eimsbüttel kämpfte und drückte mit Unbekümmertheit und Elan, Iserlohn hielt mit Abgeklärtheit und Spielwitz dagegen. Vor allem hielt Spielgestalter Prostran die Fäden in der Hand, nach zwei Dreiern zum 91:97 hieß es folgerichtig Auszeit ETV. Doch was die Hamburger auch versuchten, es reichte nicht mehr. Am Ende gewann die Routine der Kangaroos, der ETV hatte nach einer hitzigen Schlussphase mit 97:107 schließlich das Nachsehen.

Kommentar ETV-Cheftrainerin Sükran Gencay: „Es war ein echter Kraftakt, nicht einmal 48 Stunden nach der Düsseldorf-Reise hier anzutreten. Selbst ich als Coach war k.o., und ich stand nicht am Freitag 30 Minuten auf dem Feld. Die Jungs haben heute wirklich alles gegeben, ich kann ihnen nur Respekt zollen. Iserlohn  hat es abgeklärt gespielt und von außen wirklich sehr gut getroffen.“

ETV gegen Iserlohn: Hoppe (29 Punkte; 6/9 Dreier); Salami (22 Punkte, 7 Rebounds, 4 Assists, 4 Steals; 6 Turnover); Abaker (17 Punkte, 5 Assists); Uzkuraitis (10 Punkte); Lungongo (8 Punkte, 7 Rebounds); Migunov (8 Punkte, 3 Rebounds); Eckmann (3 Punkte); Paetsch; Gust; Ofori; Büürma (zum kompletten Boxscore)

 

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