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BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord
21. Februar 2021

74:77: ETV-Basketballer verlieren auch Krimi-Fortsetzung gegen Lok Bernau

Geschichte wiederholt sich manchmal doch. Zumindest ein bisschen. Wie schon bei ihrer 74:75-Hinspielniederlage erlebten die Korbjäger des Eimsbütteler TV auch im zweiten Duell mit dem SSV Lok Bernau in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB ein dramatisches Finale. Wie im November 2020 hatten sie auch am Freitag, den 19. Februar 2021 beim 74:77 (20:26; 13:17; 25:19; 16:15) gegen das Farmteam vom Deutschen Meister ALBA Berlin das schlechtere Ende für sich. Und wie damals haderten die Liganeulinge nach der hitzigen Schlussphase der Partie des 19. Spieltages mit den finalen Entscheidungen der Unparteiischen.

Letzter gegen Vorletzter, viermal gegen achtmal sieglos: Mehr Abstiegskampf wäre eigentlich nicht gegangen in der Partie Eimsbütteler TV gegen Lok Bernau. Wäre. Denn seit knapp einer Woche ist bekannt, dass auch in dieser Saison in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB der Abstieg ausgesetzt ist. Dennoch lieferten sich beide Teams  von Beginn an einen harten Kampf. Bevor indes der erste Ball in Richtung Korb flog, gab es in der Sporthalle Hohe Weide eine Schweigeminute für die Opfer des rechtsterroristischen Anschlags vor genau einem Jahr in Hanau. Im Spiel setzten beide Mannschaft von Beginn an auf eine Zonenverteidigung – die Gäste zunächst mit mehr Erfolg. Dank eines deutlich aktiveren Insidegames erspielten sie sich recht zügig eine 19:8-Führung, während der ETV zu oft vergeblich sein Heil von außen suchte (6/34 Dreier am Ende = 18 Prozent). Doch dann flutschte es irgendwann – zwei Dreier von Vidmantas Uzkuraitis und Mubarak Salami verkürzten den Rückstand auf vier Punkte (17:21). Auch unter dem Korb wuchs die Eimsbütteler Präsenz durch die Einwechslung von Center Mayika Lungongo, der per Buzzerbeater-Tipp zum 20:26-Pausenstand einnetzte. Überhaupt zeigte der 2,10 m große ETV-Neuzugang an seinem 26. Geburtstag eine bärenstarke Partie, am Ende stand für ihn mit 11 Punkten und 16 Rebounds ein Double-Double zu Buche.

 

Auch im zweiten Abschnitt änderte sich an den Kräfteverhältnissen nicht viel. Wie so oft in der bisherigen Saison hechelten die Gastgeber einem Rückstand von rund zehn Punkten hinterher. Größte Problemfelder des ETV: der Rebound und die eigene Trefferquote.  Satte 13 Abpraller unter dem Hamburger Korb gingen an die jungen Bernauer, die diese deutlich effektiver nutzen konnten als die Eimsbütteler ihre gleichfalls 13 Offensivrebounds (42 zu 29 Prozent Feldwurfquote zur Pause). Vor allem die Big Man Christoph Tilly (14 Zähler bis zum Break) und Dan Oppland sowie Guard Liam Carpenter (beide 10) machten dem Aufsteiger das Leben schwer. 13 Punkte von Team-Topscorer Salami und 9 von Routinier Uzkuraitis hielten den ETV zusammen mit 12 Rebounds von Lungongo zur Pause am Leben (33:43).

 

Keine zwei Minuten nach dem Restart war der Zehn-Punkte-Rückstand der Gastgeber bereits halbiert (41:46) – die Aufholjagd hatte begonnen. Und dann bekam die bis dato umkämpfte Partie sogar spielerische Highlights: Alley-Hoop von Abdulah Kameric auf Lorenz Brenneke auf der einen, zwei elegante Dreipunktespiele von ETV-Guard Abdulai Abaker auf  der anderen Seite. Beim zweiten hatte das oft zitierte Momentum längst die Seite gewechselt. Auch weil Uzkuraitis endgültig seinen Shooting Touch gefunden hatte, ging der ETV Mitte des dritten Viertels erstmals in Front (50:48). Ab diesem Zeitpunkt ging es hin und her, die Führung wechselte mehrfach, vor allem dank Routinier Oppland hatten die Gäste bei der letzten Unterbrechung die Nase knapp vorn (58:62).

 

So wie der Amerikaner auf Bernauer Seite übernahm beim ETV Shooting Guard Salami mehr und mehr das Kommando, punktete entweder selber oder fand seine Center Lungongo oder Jan Gust unterm Korb. Lok-Neuzugang Carpenter sorgte per Floater für einen Sieben-Punkte-Vorsprung für Bernau (64:71), doch Powerpaket Salami hielt im Verbund mit Point Guard Abaker (16 Punkte) dagegen und glich zum 74:74 aus. Ein Ergebnis, das lange wie in Stein gemeißelt schien. Auf beiden Seiten zitterten sämtliche Händchen, auch und vor allem beim ALBA-Doppellizenzler Brenneke: Nur einen von vier Freiwürfen innerhalb kurzer Zeit brachte das Talent im Korb unter, der aber brachte das 75:74 für die Berliner Vorstädter, keine zehn Sekunden vor dem Ende. Einen Foulpfiff wie für den starken Lok-Forward (11 Punkte/12 Rebounds) hätten die Eimsbütteler gerne auch zugunsten von Salami bei dessen letzter Korbattacke drei Sekunden vor Ultimo gehabt – doch der blieb aus. So sorgte schließlich Kameric mit zwei verwandelten Freiwürfen für den Abspann im zweiten Teil des Krimi-Dramas Eimsbüttel gegen Bernau.

 

Viel Zeit zur Trauerbewältigung bleibt den Eimsbüttelern, die mit 3:13 Siegen weiter Tabellenletzter blieben, indes nicht. Schon am Sonntag um 15.30 Uhr treten sie in einem Nachholspiel bei Mitaufsteiger RheinStars Köln an.

 

Kommentar ETV-Kapitän Leo Eckmann zum Spiel: „Er war wirklich ein harter Fight. Wir haben uns nach dem frühen Rückstand stark ins Spiel zurückgekämpft, dann aber nach der Führung im dritten Viertel aus unerklärlichen Gründen die Zügel wieder aus der Hand gegeben. Am Ende hatten wir dann bei einigen Fifty-fifty-Entscheidungen das Glück nicht gerade auf unserer Seite. Aber wir müssen unsere Köpfe hoch halten, schon am Sonntag wartet das nächste schwere Spiel.“

 

ETV gegen Bernau: Salami (25 Punkte, 5 Rebounds, 6 Assists, 7 Turnover); Abaker (16 Punkte, 7 Assists); Uzkuraitis (14 Punkte, 4 Rebounds); Lungongo (11 Punkte, 16 Rebounds, 5 Blocks); Gust (6 Punkte, 3 Rebounds); Hoppe (2 Punkte); Eckmann (3 Assists); Migunov, Büürma, Paetsch, Tittel

 

 

Christian Jeß

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