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BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB
09. Januar 2021

110:98 – ETV-Basketballer gewinnen Vollgas-Derby gegen Rist Wedel

Die Außenseiter des Eimsbütteler TV haben die Überraschung geschafft und auch das zweite Lokalderby in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord gegen den SC Rist Wedel gewonnen. In letztmaliger Wohlfühlatmosphäre an der Hohen Weide veranstalteten die Aufsteiger am 13. Spieltag beim 110:98 (32:34; 36:18; 19:20; 23:26)-Erfolg ein echtes Vollgas-Spektakel, das ihnen den ersten Heimsieg der laufenden Saison einbrachte. Mit nunmehr 3:8 Siegen gaben die Korbjäger aus dem Herzen Hamburgs, denen im Hinspiel beim 91:88 n.V. der erste Zweitligasieg ihrer Geschichte gelungen war, zudem den letzten Tabellenplatz an die Schleswig-Holsteiner (3:9) ab. Zur nächsten Heimpartie am 24. Januar (16 Uhr) gegen die ART Giants Düsseldorf ziehen die Eimsbütteler wieder in ihre eigentlich vorgesehene Spielstätte, die Sporthalle Wandsbek, die wegen einer defekten Korbanlage wochenlang unbenutzbar war.

Im zweiten Stadtderby der Saison entwickelte sich von Anfang an ein offener Schlagabtausch. Hauptbeteiligt: die beiden Topscorer der Liga, Mubarak Salami (ETV; 26 Punkte im Schnitt) und Tucker Haymond (SC Rist; 23). Die Wedeler Nachverpflichtung steuerte gleich mal drei Dreier in den ersten drei Minuten zu einer 14:13-Führung bei, Salami hielt mit fünf Zählern dagegen. Aktivster ETVer war indes Distanzschütze Vidmantas Uzkuraitis, der nach sechs Minuten bereits acht Punkte auf seinem Konto hatte, darunter ein Vierpunktespiel. Es war ein emotional geführtes Offensivschauspiel, das eine begeisterte Zuschauermenge statt einer Geisteratmosphäre verdient gehabt hätte. Satte elf Versuche aus dem Dreierland (ETV: 5/9, Wedel 6/11) fanden allein im ersten Viertel ihr Ziel, Pausenstand 32:34 aus Sicht der Gastgeber.

 

Als der ETV im zweiten Durchgang mit fünf schnellen Punkten 37:34 in Führung ging, brachte Rist-Headcoach Benka Barloschky US-Boy Haymond zurück aufs Feld. Einen Dreier von Marcel Hoppe später sah er sich zur Auszeit gezwungen. Doch die Offense des ETV lief weiter wie geschmiert, mit und ohne Topscorer Salami, der zwischenzeitlich nach einem harten Screen von Yngve Jentz mit einer schmerzhaften Schulterprellung vom Feld musste. Als Scorer machten sich vor allem der pfeilschnelle Guard Abdulai Abaker und Dreierspezialist Hoppe, aber auch weiterhin Routinier Uzkuraitis verdient. Beim SC Rist, der ohne seine beiden Bundesligakräfte Justus Hollatz (Gehirnerschütterung) und Jürgen Rich (für die Towers im Einsatz) auskommen musste, hielten nur Allrounder Haymond (19 Punkte zur Halbzeit, 35 am Ende) und der ebenfalls Ende 2020 nachträglich transferierte Maksim Gorbatchov (13/23) dagegen. Bitter für den ETV: Kurz vor der großen Pause musste Dreh- und Angelpunkt Salami mit seinem vierten persönlichen Foul auf die Bank. Dennoch gab’s beim Gang in die Kabine Grund zur Zuversicht für die Hamburger, angesichts einer sensationellen 68:52-Führung.

 

Die zweite Halbzeit begannen die Eimsbütteler zwangsläufig ohne Salami, die Wedeler mit einer deutlich aggressiveren Grundeinstellung samt Zonenpresse. Das zahlte sich jedoch mit einem 8:5-„Lauf“ nur bedingt aus. Der ETV hielt vor allem dank des überragenden Abaker (mit 28 Punkten am Ende ETV-Topscorer) weiter dagegen, geriet jedoch durch den Ausschluss von Vladimir Migunov nach einem umstrittenen zweiten Technischen und das vierte Foul von Kapitän Leo Eckmann noch im dritten Viertel weiter in Not. Zwar hatte sich der ganze große Sturm in dieser Spielphase gelegt, doch wogte das Spiel zwischen den beiden Nord-Konkurrenten weiter hin und her. Beim Stand von 87:72 zur letzten Pause reifte beim ETV mehr und mehr die Gewissheit, an diesem Sonntagnachmittag für eine Überraschung sorgen zu können.

 

Das Schlussviertel begannen die Gäste aus der Vorstadt mit noch offenerer und damit risikoreicherer Defense. Das sollte sich rächen. Immer wieder fanden die Schützlinge von ETV-Cheftrainerin Sükran Gencay Lücken, die zu leichten Abschlüssen unterm Korb führten. Immer wieder brachten sie zudem in der eigenen Zone eine Hand an den Ball oder machten durch gute Rotation offene Würfe der Rister unmöglich. Allerdings zog sich die Schlinge durch viele Foulpfiffe immer mehr zu, nahezu alle Stützen waren mit drei oder vier Vergehen belastet oder bereits draußen. Nichtsdestrotrotz hielten die Gastgeber ihren gut zweistelligen Vorsprung konstant. Youngster Hoppe (24 Punkte), der vermutlich sein bestes Spiel für den ETV machte, war es vorbehalten, mit einem verwandelten Freiwurf die 100-Punkte-Schallmauer zu durchbrechen. Der Rest war Jubel über den erneuten Triumph im Lokalderby und vor allem wichtige Punkte im Abstiegskampf der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord.

 

Kommentar ETV-Cheftrainerin Sükran Gencay zum Spiel: „Man darf nie zu sehr in Extreme verfallen. Letzte Woche nach der hohen Niederlage in Itzehoe schien noch alles katastrophal, heute wieder alles super. Es ist eben vieles eine mentale Sache, jedes Spiel ist anders. Die Jungs hatten richtig Bock, das hat man gemerkt. Unsere Manndeckung hat heute besser gepasst als eine Zone. Und wir haben wieder Fortschritte in Sachen Teamplay gemacht, 25 Assist sprechen für sich. Wedel war sich nach dem hohen Sieg gegen Iserlohn vielleicht zu sicher. Uns gibt der Sieg auf jeden Fall neuen Mut für die kommenden Aufgaben.“

 

ETV gegen Wedel: Abaker (28 Punkte, 8 Assists), Salami (25 Punkte, 10 Rebounds, 7 Assists); Hoppe (24 Punkte, 4 Rebounds), Uzkuraitis (22 Punkte, 14 Rebounds, 4 Assists), Eckmann (5 Punkte, 4 Rebounds), Gust (4 Punkte), Migunov (2 Punkte), Paetsch, Ofori, Büürma

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