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BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB
28. Dezember 2020

74:93 gegen RheinStars Köln – wieder zu Hause nichts zu feiern für ETV-Basketballer

Die Herren des Eimsbütteler TV müssen weiter auf ihren ersten Heimsieg in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord warten. Auch im sechsten Anlauf – erneut in der alten Spielstätte an der Hohen Weide – konnten die Liganeulinge kein Erfolgserlebnis feiern. In einer Nachholbegegnung vom dritten Spieltag unterlag das Team von Sükran Gencay, höchstrangige Herrentrainerin in Deutschland, den RheinStars Köln mit 74:93 (23:35; 17:18; 21:26; 13:14), was im Corona-bedingt schiefen Jahresabschlussklassement den elften und vorletzten Platz (2 Siege, sieben Niederlagen) bedeutet.

Großstädter, Aufsteiger, bekannt für attraktiven Basketball: Es sind durchaus einige Gemeinsamkeiten, die die Korbjäger des ETV Hamburg und der RheinStars Köln verbinden. Und sie sind beide von Corona geplagt. Sowohl die Nordlichter als auch die Westdeutschen wurden zu Saisonbeginn von der Pandemie heimgesucht und für drei Partien außer Gefecht gesetzt. So kam es erst mit einigen Wochen Verspätung zum ersten direkten Duell. Wo es schließlich aufhörte mit den Gemeinsamkeiten, denn es konnte nur einen Sieger geben. Und der hieß nach 40 effektiven Spielminuten verdientermaßen Köln (sechs Siege, drei Niederlagen).

 

Auch auf dem Spielfeld zeigten sich zunächst einige Ähnlichkeiten: Sowohl die Gastgeber als auch die Gäste mit Ex-Bundesligaprofi Johannes Strasser an der Seitenlinie versuchten ihr Glück mit einer aggressiven Zonenpresse und anschließender Ball-Raum-Verteidigung. Ein Rezept, das den Rheinländern im ersten Viertel deutlich besser bekam. Vincent Golson eröffnete den Korbreigen nach wenigen Sekunden mit einem easy Layup, dem viele weitere einfach Körbe folgen sollten. Zum einen als Resultat von Ballgewinnen, zum anderen durch gutes Ballmovement und einer ausgezeichneten Trefferquote. Nach zehn Minuten führten die ohne Ex-Nationalspieler und -Bachelor Andrej Mangold angetretenen Karnevalstädter bereits mit 35:23.

 

„Wir müssen physischer spielen“, ermahnte Gencay ihre Schützlinge zur Pause, was diese sich mit etwas Verspätung auch zu Herzen nahmen. Wie so oft zog ETV-Topscorer Mubarak Salami die meiste Aufmerksamkeit der gegnerischen Defense auf sich, was Marcel Hoppe Mitte des zweiten Durchgangs mit zwei Dreiern zum 33:41-Anschluss nutzte. Hinten jedoch fehlte es auf Seiten der Hamburger zwei Tage nach der 79:90-Niederlage gegen die Itzehoe Eagles an Abwehrkraft. Und so zogen die abgeklärter wirkenden ProB-Rückkehrer (Abstieg 2019) ihre Kreise in der Sporthalle Hohe Weide und bis zur Halbzeitunterbrechung auf 53:40 davon. Herausragend bis dahin RheinStars-Forward Tibor Taras, der von der Bank kommend in gut neun Minuten Einsatzzeit auf 22 Punkte kam und mit 7/9 aus dem Feld (2/3 Dreier) sowie 6/7 Freiwürfen hauptverantwortlich für die exzellente Kölner Wurfquote von 58 % war.

 

Nach der großen Pause hatte sich der Sturm ein wenig gelegt. Die Korbjäger aus dem Herzen Hamburgs wehrten sich weiter nach Kräften, allerdings sank die gute Dreierquote von 42 Prozent nach dem Seitenwechsel rapide. Anders der Trend bei Köln: Zweimal Jimenez und einmal Michel trafen aus dem Dreipunkteland und schraubten den Vorsprung der Gäste beim 66:46 erstmals auf 20 Zähler. Doch die Eimsbütteler gedachten wie immer nicht, sich in ihr Schicksal zu ergeben. Diverse Offensivrebounds bügelten Pech und Unkonzentriertheiten im Abschluss aus, beim Stand von 56:72 sah sich Kölns Headcoach Strasser noch mal zur Auszeit genötigt. Dummerweise für den ETV jedoch machte Allrounder Taras da weiter, wo er zur Halbzeit aufgehört hatte: beim Scoren. Sein Buzzerbeater von der Dreierlinie bedeutete eine 79:61-Führung für Köln nach drei Spielvierteln.

 

Auch der letzte Durchgang brachte nicht mehr viel Neues. Eine etwaige letzte Euphorie bei den Hamburgern unterdrückten die Karnevalisten humorlos mit konsequentem Ausnutzen leichter Fehler und anhaltend solider Trefferquote. Und sie hielten ETV-Leader Salami unter Kontrolle, der Shooting Guard kam diesmal „nur“ auf 19 Punkte. Ebenso viele Zähler sammelte Dreierspezialist Marcel Hoppe. Überzeugen konnten diesmal offensiv auch Kapitän Leo Eckmann (13 Punkte) und Fabian Paetsch (9 Punkte, 3 Dreier), während bei den RheinStars neben Taras wie gewohnt „Twotwo“ Golson mit 9 Punkten und 9 Assists ordentlich ablieferte.  Für die Kölner geht es keine 24 Stunden später in einem weiteren Nachholspiel bei den Itzehoe Eagles erneut auf Punktejagd, wo die Eimsbütteler einen Tag nach Neujahr zum Start in die Rückrunde aufkreuzen.

 

Kommentar ETV-Trainerin Sükran Gencay: „Ich kann meinen Jungs keinen Vorwurf machen. Heute war einfach nicht mehr drin, zwei Tage nach der Niederlage gegen Itzehoe. Man hat deutlich gemerkt, dass Köln die frischeren Beine hatte. Wir konnten uns nicht richtig vorbereiten auf die Rheinstars, wie sollen wir das machen in zwei Tagen? Das Ergebnis geht auch in der Höhe in Ordnung.“

 

Kommentar RheinStars-Coach Johannes Strasser: „Ich bin nicht wirklich zufrieden, wir haben viele Fehler gemacht. Die Jungs können das besser. Für uns lief es zuletzt nicht so rund gegen Münster und gegen Düsseldorf. Es ist wegen der Corona-Pause zu Saisonbeginn derzeit ein wirklich hartes Programm für uns, aber wir müssen es nehmen, wie es kommt.“

 

ETV gegen Köln: Salami (19 Punkte, 6 Assists), Hoppe (19 Punkte), Eckmann (13 Punkte, 9 Rebounds, 3 Assists), Paetsch (9 Punkte, 3 Rebounds), Abaker (3 Punkte, 3 Assists), Tittel (3 Punkte), Uzkuraitis (2 Punkte, 4 Rebounds), Migunov, Ofori (je 2 Punkte, 2 Rebounds), Lungongo (2 Punkte), Gust, Jelovcic

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