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BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB
27. Dezember 2020

79:90 gegen die Itzehoe Eagles – ETV-Basketballer bieten dem Meister Paroli

Stille Nacht, das war einmal für die Basketballer des Eimsbütteler TV. Gleich dreimal in sieben Tagen müssen die Aufsteiger in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB nach dem Weihnachtsfest ran, darunter zweimal gegen denselben Gegner: die Itzehoe Eagles. Im Hinspiel gab es am Tag des offiziellen Corona-Impfstarts in Deutschland zwar keinen Sieg gegen den amtierenden Meister, aber mit einem 79:90 (27:22; 19:23; 14:20; 19:15) zumindest einen weiteren Hoffnungsschimmer. Auch diese Partie fand in der ETV-Trainingshalle an der Hohen Weide statt, in die die Korbjäger aus dem Herzen Hamburgs bereits vor Weihnachten gegen die WWU Baskets Münster nach dem Bruch der Korbanlage in der Sporthalle Wandsbek spontan ausgewichen waren.

Beide Mannschaften gingen mit der gewohnten Starting Five ins Spiel: Beim ETV schickte Cheftrainerin Sükran Gencay (34) Abdulai Abaker, Mubarak Salami, Vidmantas Uzukuraitis, Leonard Eckmann und Vladimir Migunov aufs Feld, die Eagles begannen mit Achmadschah Zazai, Flavio Stückemann, Marko Boksic, Chris Hooper und Yasin Kolo. Den eindeutig besseren Start erwischte überraschend der Außenseiter, der mit einem Eckmann-Dreier und einer 15:6-Führung eröffnete. Sieben der 15 Zähler für die Gastgeber gingen dabei aufs Konto von Liga-Topscorer Mubarak, den die „Adler“ über weite Strecken der Partie nicht zu greifen bekamen. Dann folgte ein kurzer Schreck für den ETV, als der dynamische Guard beim Stand von 24:17 mit einem Gegenspieler zusammenprallte und verletzt raus musste. Glücklicherweise erwies sich die zügig gestellte Selbstdiagnose („Die Nase ist gebrochen.“) als falsch oder zumindest nebensächlich –  mit Mubarak auf dem Court erwarfen sich die Gastgeber einen 27:22-Pausenvorsprung.

 

Und Itzehoe? Die Mannschaft von Headcoach Pat Elzie fand nur schwer ins Spiel, auch Power Forward Chris Hooper (5 Punkte im ersten Viertel, am Ende 23 bei 3/4 Dreiern) richtete anfangs kaum spürbaren Schaden beim Gegner an. So reichte denn das Hoch an der Hohen Weide für den ETV bis Ende des zweiten Viertels, auch weil das Team mit den ligaweit wenigsten Assists vorne wie hinten phasenweise sehr gut harmonierte. Mitte des zweiten Durchgangs ließ sich Trainerfuchs Elzie zwar etwas einfallen und stellte auf 3-2-Zone um, was den Spielfluss der Eimsbütteler zumindest hemmte. Dennoch: Die körperlich unterlegenen Gastgeber, bei denen Neuzugang Matej Jelovcic (zuletzt SC Rist Wedel) sein Debüt feierte, hielten nicht nur unter dem Korb unermüdlich dagegen, sondern die Partie insgesamt weiter offen. Auch dank des erneut überzeugenden Point Guards Abaker und trotz eines Buzzer-Beater-Dreiers mit Brett von Itzehoes Johannes Konradt gingen sie mit einer hauchdünnen 46:45-Führung in die Kabine.

 

Den dritten Durchgang begannen die Hamburger mit einer Zonenverteidigung, guter Reboundarbeit, aber wenig Treffsicherheit. Ein Manko, das sich am Ende (7/31 Dreier; 23 Prozent) als spielentscheidend erweisen sollte. Anders die Eagles: Zwei Treffer von „Beyond the Arc“ von Hooper und Stückemann brachten die Schleswig-Holsteiner 51:46 in Front. Es sollte die Wende im Spiel sein, obgleich „Mubi“, „Abu“, „Leo“ und Co in der Defense gut  rotierten und immer wieder ihre Finger bei Pässen der Itzehoer im Spiel hatten. Von einer klaren Angelegenheit, auf die unter anderem zwei hohe ETV-Niederlagen gegen die Eagles in der Vorbereitung hinwiesen, war allerdings nichts zu sehen. Im Gegenteil: Ein Salami-Treffer von  Downtown zum 59:58 wendete noch mal kurzzeitig das Blatt, ehe der Favorit doch mit einem 65:60-Vorsprung in die letzte Pause ging. Bemerkenswert auf Seiten der Eagles: Aufbauspieler Zazai, einst Publikumsliebling beim jetzigen Erstligisten Hamburg Towers, blieb an diesem Tag nahezu unsichtbar (0 Punkte, 4 Assists).

 

Anders als Yasin Kolo, der bis dato unter anderem mit zwei Dunks (einer als Putback) auffälligster Gästespieler war. Umso ärgerlicher für die Elzie-Truppe, dass der Eagles-Center gleich zu Beginn des letzten Viertels mit dem zweiten unsportlichen Foul vom Feld musste. Ebenfalls relativ unscheinbar agierte bis dahin auch Team-Leader Boksic, der dann aber mit fünf seiner insgesamt elf Punkte die Weichen auf Sieg für den Meister stellte. Zwar kämpften die Hamburger bis zum Ende um jeden Rebound und jeden freien Ball, doch reichten die individuelle Klasse und die ProB-Routine der „Adler“ zum letztendlich verdienten Erfolg.

 

Der Eimsbütteler TV liegt mit nunmehr 2:6 Siegen weiter auf dem elften und vorletzten Rang der Tabelle. Viel Zeit zum Ausruhen gibt es wie erwähnt nicht: Schon am Dienstag, den 29. Dezember 2020 um 20 Uhr kommt der Mitaufsteiger und Tabellensechste RheinStars Köln zum Nachholspiel an die Hohe Weide. Und zum Einstieg ins neue Jahr geht es am 2. Januar 2021 ein paar Kilometer nördlich zum Rückspiel nach Itzehoe.

 

Kommentar ETV-Headcoach Sükran Gencay: „Ich bin trotz des recht knappen Ergebnisses gegen den Meister nicht wirklich zufrieden. Man kann gegen Itzehoe verlieren, keine Frage, aber wir haben die Woche auch wegen der Feiertage nicht so gut trainiert. Vielleicht wäre sonst mehr drin gewesen. Es waren gute Phasen dabei, aber wir haben zu schlecht getroffen. Wir mussten gegen die Eagles aggressiv spielen, was wir auch ganz gut gemacht haben. Aber wir haben zu wenig Profit daraus geschlagen und uns vielleicht zu sehr mit unseren Fehlern beschäftigt.“

 

Kommentar Eagles-Cheftrainer Patrick Elzie: „Wir haben uns anfangs schwer getan. Der ETV ist eine gute, unorthodox spielende Mannschaft. Man hat in Iserlohn gesehen, was passiert, wenn sie ins Laufen kommen. Souverän war das nicht von uns, aber wir haben am Ende verdient gewonnen. Ich denke, dass noch viele Mannschaften gegen den ETV verlieren werden.“

 

ETV gegen Itzehoe: Salami (31 Punkte/5 Rebounds), Eckmann (13 Punkte, 7 Rebounds), Uzkuraitis (10 Punkte/7 Rebounds), Abaker (10 Punkte/6 Rebounds, 4 Assists), Hoppe (7 Punkte), Paetsch, Migunor (je 3 Punkte), Jelovcic (2 Punkte), Lungongo, Büürma, Tittel

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