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BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB
09. November 2020

ETV Basketball schreibt Geschichte: Zittersieg in Wedel zum verspäteten Zweitliga-Saisonstart

Es war ein geschichtsträchtiger Tag – nicht nur im Land, in dem der Basketball erfunden wurde: Mit einem 91:88 (79:79; 58:56; 39:35; 18:28)-Sieg nach Verlängerung im Hamburger Derby beim SC Rist Wedel sind die Herren des Eimsbütteler TV am 7. November 2020 in ihre erste Saison in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord gestartet. Zugegeben, das historische Ausmaß des ETV-Erfolges reicht vielleicht nicht ganz an die Wahl Joe Bidens zum 46. US-Präsidenten heran. Freude und Erleichterung in den Reihen des Aufsteigers über die gelungene Premiere waren nichtsdestotrotz riesig, Spannung und Dramatik wohnten beiden Ereignissen inne.

Dabei nutzten die Korbjäger aus dem Herzen Hamburgs mit einer kämpferisch starken Leistung die Gunst der Stunde – waren doch beim SC Rist mit Justus Hollatz, Hendrik Drescher, Alexander Angerer, Aurimas Adomaitis, Matej Jelovcic und Semjon Weilguny gleich sechs Stammkräfte verletzt oder ohne Spielerlaubnis. Allerdings ging auch das ETV-Team von Headcoach Sükran Gencay angeschlagen ins Spiel. Gerade mal fünf Trainingseinheiten konnten nach der Rückkehr aus 14-tägiger Quarantäne nach zwei internen Coronafällen absolviert werden. Wegen des behördlich angeordneten Hausarrests waren die ersten drei geplanten Saisonspiele ausgefallen. Wenig überraschend merkte man den Liganeulingen die Pause in der zuschauerfreien und hygienegesicherten Steinberghalle zu Beginn an. Erst nach knapp zwei Spielminuten gelangen Neuzugang Abdulai Abaker (24) per Layup die ersten beiden Punkte des Eimsbütteler Turnverbandes in einer Basketball-Bundesliga. Da stand es bereits 0:8 aus Sicht der Hamburger – ein Anfangstrend, der sich bis zum Ende des ersten Viertels (18:28) fortsetzen sollte.

Mit zunehmende Spieldauer kam jedoch mehr Sicherheit in die ETV-Aktionen – auch durch eine Umstellung in der Verteidigung. Mit einer gut funktionierenden Zonen-Defense wurde nicht nur eine sinkenden Wurfquote beim Gegner forciert, sondern auch wertvolle Kraft in den geschwächten eigenen Reihen gespart. Und im Angriff, in dem von Anfang an die Erfahrenen Abaker, Vidmantas Uzkuraitis (35) und Mubarak Salami (24) das Kommando übernahmen, lief es ebenfalls besser und besser. Co-Kapitän Leo Eckmann (24) brachte schließlich eine Minute vor der Halbzeitpause den ETV mit einem verwandelten Freiwurf erstmals in Führung (36:35). Den Weg geebnet hatte der überragende Salami (28 Punkte insgesamt) mit einem Dreier zum vorherigen Ausgleich.

Im dritten Viertel zeigte dann vor allem Distanzschütze Marcel Hoppe (22) mit zehn erzielten Punkten sein großes Talent. Trotz insgesamt hoher Fehlerquote (18 Ballverluste) konnte der ETV seinen Vorsprung sukzessive ausbauen bzw. halten und sah 41 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit beim Stand von 79:73 schon wie der sichere Sieger aus. Doch dann überschlugen sich die Ereignisse: Gleich vier Ballverluste und zwei geblockte Würfe leisteten sich die unerfahren Aufsteiger in der unmittelbaren Schlussphase. Und so kam es, wie es kommen musste: Drei Sekunden vor der Sirene traf Ex-Towers-Akteur Mario Blessing von Downtown zum Ausgleich – Verlängerung. In dieser schien sich dann das Blatt endgültig zugunsten der Gastgeber zu drehen (88:82). Ein Hoppe-Dreier, zwei Abaker-Korbleger und zwei finale Freiwürfe von Salami sorgten dann aber doch für ein Happy-end für die aufopferungsvoll kämpfenden Eimsbütteler.

ETV-Coach Gencay war nach den ersten gewonnenen zwei Punkten entsprechend glücklich: „Was für ein Spiel! Ich bin wirklich stolz auf die Jungs, sie sind völlig fertig. Einen ‚Tod‘ mussten wir heute sterben – entweder körperlich oder verlieren. Es war nicht hochklassig, kein Basketball-Leckerbissen, aber die Moral hat wirklich gestimmt. Sieg ist Sieg. Man darf auch nicht vergessen, dass unser letztes Spiel unter Wettkampfbedingungen etwa einen Monat her ist.“ Am kommenden Sonntag, den 15. November 2020 (16 Uhr) soll dann in der Sporthalle Wandsbek bei der Heimpremiere gegen die TSK 49ers aus Stahnsdorf (vermutlich mit Livestream auf sportdeutschland.tv) das nächste Kapitel in der Erfolgsgeschichte des ETV in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB geschrieben werden.

ETV: Salami (28 Punkte/5 Rebounds), Hoppe (24 Punkte/9 Rebounds), Abaker (19 Punkte/4 Rebounds), Uzkuraitis (14 Punkte/3 Rebounds/3 Assists), Eckmann (3 Punkte/11 Rebounds), Kwame Ofori (2 Punkte/3 Rebounds), Mayika Lungongo (1 Punkt/3 Rebounds), Vladimir Migunov (5 Rebounds/4 Assists), Finn Hübner, Fabian Paetsch, Jan Gust, Luca Büürma

Bild: Justus Stegemann

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